Erzählnacht 2020

Villnachern: Spannende Bücher und Geschichten an der Erzählnacht „Geschichten sind Schätze“
Lesen ist eine Grundkompetenz, auf der vieles aufbaut. Die Lesenacht ist eine Möglichkeit, Kinder und Erwachsene für das Lesen zu begeistern.
Claudia Marek

„Lesehunger ist der beste Lehrer“, so steht es auf einem Blatt Papier, das an der Wand des Lehrerzimmers hängt. Diesen Hunger bei den Kindern zu wecken und die Lust am Lesen zu fördern, sie ist ein zentrales Ziel der Schule Villnachern.

Es regnet und ist dunkel: genau die richtige Atmosphäre um es sich gemütlich zu machen und in ein Leseabenteuer zu stürzen. Rund 100 Kinder und 50 Erwachsene versammeln sich auf dem Schulhausplatz. Die Kinder, von der Kindergartenstufe bis zur sechsten Klasse, werden in Gruppen aufgeteilt und in die entsprechenden Schulzimmer geführt, wo spannende Leseabenteuer auf sie warten.


Ein Erlebnis für alle Sinne „Legt euch auf den Boden und schliesst die Augen“, fordert Lina Bolt die Erstklässler auf, die sich im Halbkreis um die angehende Lehrerin verteilt haben. „Wir machen eine kleine Reise“, erklärt sie. Lina Bolt bringt den Kindern gedanklich den Ort näher, an welchem die Geschichte handelt. Sie spricht von der glühenden Sonne, dem Baum mit dem eigenartigen Namen, den Tieren und ihren Lauten. Mit geschlossenen Augen lauschen die Kinder gebannt den Beschreibungen und merken schnell, dass sie sich in Afrika befinden. Die Erstklässler setzen sich wieder hin und erzählen, was sie über das Land wissen, welche Tiere dort leben und was diese können. Nachdem sie die Nuss des Affenbrotbaumes herumgereicht haben, sind sie ganz auf die afrikanische Savanne eingestellt. In dieser handelt das Buch: „Ganz einfach Löwe“. Leonard ist aber ein besonderer Löwe. Nicht nur, dass seine beste Freundin eine Ente ist, er denkt über vieles nach und die Gedanken formt er zu einem Gedicht. In diesem Buch geht es ums Anderssein oder wie eine Erstklässlerin treffend auf die Frage von Lina Bolt – Ob man nur auf eine Art Löwe sein kann - antwortet: „Man darf sein, wie man will“.


Ein geheimnisvoller Ort Im Zimmer der Fünf- und Sechstklässler herrscht eine geheimnisvolle, ja fast unheimliche Atmosphäre. Der Mönch, alias Schulleiter Rico Bossard, sitzt auf einem Sessel, um ihn herum brennen mehrere Kerzen, sonst es ist dunkel im Raum. Er liest aus dem Buch „die rote Schatulle“ von Emma Carroll. Der Abenteuerroman spielt im 18. Jahrhunderts und handelt von Elsa. Das Mädchen ist eine geschickte Diebin. Sie hat den Auftrag bekommen, in eine Villa einzubrechen. Dort soll sie eine Schatulle entwenden. Was Elsa nicht ahnt: in der Schatulle befinden sich Geheimdokumente der Brüder Montgolfier. Die Brüder stehen kurz davor, mit ihrem ersten Heissluftballon Geschichte zu schreiben. Mit Mimik, Gestik und kleinen Pausen erhöht Rico Bossard die Spannung.


Begeisterung ist ansteckend „Wir möchten ein Erzählerlebnis schaffen“, erzählt Rico Bossard im Vorfeld. „Mit der Erzählnacht (sie dauert zwei Stunden) wollen wir etwas anregen, das zu Hause weitergeht“, fährt er fort. Wichtig sei, dass man sich gute Bücher besorge. „Geschichten sind Schätze“, ist er überzeugt. Sie öffnen neue Horizonte, regen die Fantasie an und vermitteln Wissen. Die Freude am Lesen möchten die Schule Villnachern Kindern und Erwachsenen weitergeben. Denn Leseförderung beginne, in dem man selber lesebegeistert sei. Schon die berühmte Kinderbuchautorin Astrid Lindgren sagte: „Lesehunger – ein besseres Geschenk habe ich nie bekommen.“

Leseförderung

Erzählnacht 2018

Dienstag, 27. Februar 2018
Nach getaner Arbeit traf man sich am Feuer und erzählten einander Geschichten aus dem Leben. Was Menschen vor tausenden Jahren pflegten, fand auch an der Schule Villnachern statt. Ein Vater berichtet aus seinem Erleben.

Das Feuer loderte in der selbst gebauten Feuerschale und wärmte die anwesenden Kinder, Eltern, Behörden und Einwohner an diesem eisigkalten Abend. Alle warteten gespannt auf die Gruppeneinteilung und dass es bald losging. Im Schulhaus roch es nach Zimt und es war stimmungsvoll für die Erzählnacht geschmückt.

Die Kinder waren aufgekratzt, balgten miteinander, aber sobald die Eltern und Lehrpersonen begannen die Geschichten zu erzählen war kein Mucks mehr zu hören. Alle sassen sie gespannt auf Kissen, Stühlen und Bänken und hörten mit all ihren Sinnen den Geschichten zu.

Nach der zweiten Geschichte dann eine kurze Pause mit fantastischem Dreierlei Zopf und einem warmen Punsch. Und wieder standen viele um das wärmende Feuer herum und sprachen über die gehörten Geschichten. Am Schluss dann die Frage: Welche Geschichte hat dir am besten gefallen? Es war ein gelungener Abend, eine gelungene Erzählnacht, mit vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern. Freuen wir uns auf die nächste Erzählnacht, auf die nächsten Geschichten, freuen wir uns auf das Zuhören und das Erzählen.

Impressionen der Erzählnacht, Februar 2018

Geburtstagskalender

Als Schule teilen wir ein Stück Lernen und Leben. Wir sind eine Gemeinschaft. Uns ist ein achtsamer Umgang miteinander wichtig. Unsere Geburtstagswand erinnert uns daran, dass alle wichtig sind und einen Beitrag zu unserem Miteinander haben.